100-km-Lauf in der Statistik

Als 1986 in Hanau die Deutsche Ultramarathon Vereinigung (DUV) gegründet wurde, die heute mehr als 1600 Mitglieder hat, war auch Gunter Hünerhoff aus Hamm als Gründungsmitglied dabei. An diesem Tag wurde die Bezeichnung „Ultra-Marathon“ gefunden. Damit bezeichnet man alle Strecken, die länger sind als Marathon (= 42,195 km).
An den Läufen in Hamm waren Aktive aus 28 Ländern dabei und es wurden zahlreiche Landesrekorde aufgestellt. Auch aus Hamm kamen damals zahlreiche gute 100-km-Läufer, die bis in die deutsche Spitzenklasse vorliefen. Über den Lauf in Hamm ist ein Buch erschienen von Professor Dr. Wolfgang Schlüter aus Bielefeld mit dem Titel „100-Kilometer-Lauf“ mit Fotos von Stefan Hörttrich. Von der Veranstaltung wurde in vielen Sprachen und Ländern berichtet. Die schnellste Zeit lief Martin Daykin (GB) 1982 mit 6:41:31 Stunden dicht gefolgt von Heinz Hüglin (Ettenheim) 1988 bei seiner ersten deutschen Meisterschaft.
Schnellste Frau war Birgit Lennartz (St. Augustin) bei ihrem ersten von vielen deutschen Meistertiteln mit einer Zeit von 7:42 Stunden.
Da in Hamm die Sollzeit unterschiedlich 12, 13 und 15 Stunden betrug, reisten die Läufer nicht an, die anderswo 24 Stunden Zeit hatten. So lag die Durchschnittszeit der Finisher in Unna bei 14:42 Stunden und in Hamm bei 10:26. Die Verantwortlichen waren sich im Vorhinein bewusst, dass auf der 10-km-Runde die Aufgabequote höher liegen wird als auf der großen Runde. So erreichten in Unna etwa 70 % der Starter das Ziel, während es in Hamm nur etwas mehr als die Hälfte waren. In den meisten Jahren war in Hamm auch ein 100-km-Gehen ausgeschrieben. Durch die Kontakte des heimischen Manfred Loch, der noch heute mehrere deutsche Rekorde hält, kam über mehrere Jahre die internationale Spitze des Gehersports nach Hamm.